Schöner Morgen an der Peene. Es ist jetzt Freitag, der 18.08.
Nach der üblichen, überfallartigen Timsen-Weckung, Gassigang, Waschung und Kaffee-Betankung sind wir dann gegen 09:00 Uhr Peene-Abwärts, zurück Richtung Anklam. Dort wollen wir abends am "weltberühmten" Anklamer Hansefest teilnehmen, für welches auch "Superstars" wie z.B. Der Wendler angekündigt waren.
Unterwegs muss Berti noch eine Angel ausprobieren - ohne Erfolg allerdings.
Unterwegs wieder bizarre Natur und jede Menge bestaunenswerte Tiere.
Und da sind wir wieder, an unserem "Stamm-Steg". Schnell das Verdeck drauf - es regnet.
Nachdem wir uns für das Fest in Schale geschmissen hatten, müssen wir dennoch erst ein paar Schauer abwarten. Also erstmal Bierchen!
Dann geht's aber los. Viele, viele Buden, aber was die Besucherzahlen angeht, noch sehr übersichtlich.
Auf der anderen Seite. Auch hier gibt's Buden, Live-Musik und Tanzfläche.
Und dann, nach gehöriger Stimmungsmache (Versuch) durch irgendeinen Profi-Vorturner, betritt er die Bühne - der Wendler!
Die ca. 250 Vorpommeraner vor der Bühne, und wir auch, toben! Besser gesagt, blicken andächtig.
Der Einzige, der tobt, ist er auf der Bühne. Aber er gibt sich alle Mühe.
Erzählt außerdem, er habe einen Anruf in Amerika bekommen, dass er hier dringend gebraucht würde, weil der Haupt-Stargast wegen Krankheit abgesagt hätte. Das wäre übrigens Costa Cordalis gewesen.
Nach ca. 45 Minuten bedankt er sich für den tosenden Beifall der 1000en Zuschauer und überlässt das Fest wieder den Feierwütigen. Wir gehen dann auch bald zurück zum Boot, sehen noch das Hafenfeuerwerk, welches wirklich schön ist und dann ab ins Körbchen.
19.08. Heute soll es nun endlich Richtung Osten gehen.
Blick aufs Haff. Unsere Hühnergötter, die jetzt schon seit Jahren im Boot hängen, sollen uns Glück bringen!
Fahrt übers Haff, nach Mönkebude.
Nachdem wir getankt haben, finden wir auch einen schönen Liegeplatz.
Kran und Tankstelle oben im Bild
Abends, in der Dämmerung kommen dann wieder die Mücken. Aber diesmal sind wir vorbereitet. Hunde rein, Eingangsbereich mit Mückengase zugeknöpft und dann sehen wir ihnen hämisch zu, wie sie davor herumschwirren und uns nicht kriegen.
Der nächste Morgen. Herrlicher Sonnenschein. Cupper genießt das so sehr, dass er droht, im Sitzen einzuschlafen.
Heute geht es übers Stettiner Haff Richtung Wollin. Von dort über die Dziwna nach Kamien Pomorski (Cammin) in die dortige Marina.
Hier müssen wir unter drei Brücken her. Einer sehr niedrigen, Straßendrehbrücke und anschließend noch unter einer hohen Autobahn- und einer Eisenbahnbrücke.
Die Drehbrücke öffnet jeweils nur um 08 und um 14 Uhr, wir können uns aber vorsichtig hindurchmogeln.
Autobahnbrücke. Hier überquert die E65 das Gewässer. Dahinter sieht man die Eisenbahnbrücke.
Ein schön gelegener, relativ neuer Hafen erwartet uns in Kamin Pomorski.
Der Hafenmeister kommt zum Steg und spricht deutsch mit uns. Er möchte dann 28 Zloty haben.
Oh, das war uns total durchgegangen. Hier kann man mit Euro nichts machen. Also schnell zum Geldautomaten gefahren und Zlotys besorgt.
Kleine Ortschaft mit altem sozialistischen Charme
Erklärungen auf Hinweistafeln findet man noch immer auf polnisch UND auf deutsch.