Nach Timsens Aufweckterrorismus und der allgemeinen morgendlichen Prozedur legen wir ab in Richtung Stralsund. Es wird eine recht ruhige Überfahrt und gegen Mittag sind wir auch schon da.
Da wir uns in Stralsund schon auskennen, legen wir unsere Hydra wieder in der Nähe des hinteren Wasch- / Toilettenhäuschens an. Da hat man nicht so weite Wege.
Erst einmal ein bisschen chillen!
Später bummeln wir noch ein wenig durch die Stadt und bleiben beim Fischkutter-Imbiss direkt am Hafen hängen. Calamaris mit Knobi werden gewählt. Große leckere Portionen Calamaris für kleines Geld, bereits mehrfach erprobt!
Der nächste Morgen. Schneckchen und Stephan und dessen Vater haben sich zum Besuch angekündigt.
Der Likedeeler müssen wir beim Auslaufen helfen. Allein kommt das Boot nicht von der Spundwand weg. Der Wind drückt das Boot dagegen.
Zuerst werden Auto und Trailer aus Ribnitz geholt. Wir brauchen das Auto morgen, um unsere Freunde in Bernau bei Berlin zu besuchen. Für den Trailer hat Schneckchen einen guten Stellplatz organisiert.
Später machen wir mit unserem Besuch eine kleine Tour in der Stralsunder Gegend. Timsi hat den Überblick
So geht ein schöner Tag zu Ende.
Morgens klar Schiff machen, reinigen, aufhübschen und dann gegen 14 Uhr Richtung Bernau. Um 17 Uhr ging es mit allen zusammen (man hatte sich in der Nähe getroffen) ab zu Sandro, der gestern Geburtstag hatte. Seine Frau hatte die
Überraschungs-Mallorca-Party
für ihn organisiert!
Es war eine super Party mit lecker Essen, Rum, Bier... alles da, was kesselte! Gegen 03:30 Uhr waren wir im Bett.
Gegen 09:00 Uhr ist die Nacht dann schon wieder rum. Es gibt ein ordentliches Katerfrühstück und für Sandro und mich je ein Konterbier. Berti kann es nicht mehr sehen. Anschließend große Hundegassirunde mit allen dreien.
Dann geht es zurück nach Stralsund.
Berti ist dermaßen gerädert, dass ich mir irgendwann wirklich Sorgen mache, dass er einschläft. Also - Fahrerwechsel, ich übernehme!
Wieder an Bord verbringen wir einen typischen "Tag danach". Egal, es schüttet ohnehin wie aus Eimern. Abends noch 'ne heiße Suppe und anschließend "Extremkojen" bis zum Sonntagmorgen.
Nach Abrechnen der Guthaben-Duschkarten, Wasser- und Dieseltanken geht es heute über Bertis "Lieblings"- Greifswalder Bodden. Wind und Welle versprechen aber eine ruhige Überfahrt und so kommt es auch.
Rückblick nach Stralsund
Über den Greifswalder Bodden. Wir fahren mit einer langen Welle. Das ist sogar für die Hunde erträglich
Der Nordhafen in Peenemünde ist uns noch etwas zu steril. Es wird aber mal ein schöner Hafen werden.
Wir entscheiden uns jedenfall vorerst für den Seglerhafen von Peenemünde.
Nach etwas Ruhe machen wir noch einen kleinen Gang. Peenemünde besteht eigentlich nur aus ein paar Ferienhäusern und den Gebäuden und Anlagen rund um die alte Heeresversuchsanstalt. Heute ein beeindruckendes Mahnmal und Museum.
Montag, 14.08.
Erst Timsen... dann Kaffee, Duschen und dann los zum Museum. Beeindruckend, beklemmend.
Über den Peenestrom geht es anschließend weiter bis nach Wolgast. Das blaue Wunder und die Werft.
Berti radelt mit dem Bordfahrrad "Curti" los zum Netto. Es fehlt einiges. Cupper wird am langen Festmacher gesichert - so kann ich mich ungestört im Umfeld umsehen.
Nach Bertis Rückkehr muss er leider gleich nochmal los, er hat An- und Ableger vergessen! Das ist definitiv zu riskant! Neptun muss stets beschwichtigt werden! Wir warten solange auf der Mole, in der Sonne chillend.
Anschließend ist so viel Zeit vergangen, dass wir doch beschließen, die Nacht am Stadtanleger zu bleiben.
Morgens kommt ein Mädel der Stadt recht früh vorbei und kassiert 10 € Liegegebühr. Also nichts zu meckern. Strom gab es für 1 € am Automaten.
Dann geht es weiter über den Peenestrom Richtung Anklam. Bis dahin wollen wir heute kommen.
2014 hatten wir ja dort das große Fischsterben miterlebt und die Fahrt in die Peene deshalb abgebrochen.
Bertis beliebte Landmarken
Diesmal ist alles schick. Die Peene zeigt sich als schöner, ursprünglicher, schwarzer Fluss im Sonnenlicht. Nach ca. 10 km erreichen wir Anklam. Die Brücke kennen wir ja schon. Mit umgeklappter Antenne passten wir beim letzten Mal drunter her.
Ganz vorsichtig steuern wir die Brücke an, bereit, in letzter Sekunde volle Fahrt zurück zu machen.
Aber es passt - um "Sackhaaresbreite"!
Der Anleger von Anklam. Ich glaube, wir haben sogar den gleichen Platz wie beim letzten Mal.
Einen sehr schönen, sommerlichen Nachmittag verbringen wir bei einem Stadtbummel durch Anklam.
Otto Lilienthals Stadt wurde in Augenschein genommen.
Die Mückenplage abends ist der Gipfel der Belästigung bisher. Anti-Brumm gibt alles!
Es ist fast schon dunkel, als die Hunde, die bis jetzt friedlich auf dem Steg lagen, ihre berühmten 5 Minuten kriegen und los dallern, Timsen voran. In gestrecktem Galopp den Steg entlang, der dummerweise irgendwann zu Ende ist. Cupper kann noch bremsen, Timsen nicht. Lautes Geplantsche im brackigen Peenewasser und ein bedröppelt dreinschauender Cupper beherrschen die dämmerige Szene.
Ich renne zum Stegende und schaue ins Wasser. Weiße Augen verraten seine Position im Wasser und ein beherzter Griff ins Nackenfell rettet Timsen. Einen Tritt in den Hintern gibt es von Berti gratis. Außerdem muss er sich nun auch noch Wasser und Seife gegen den Geruch gefallen lassen.
Alles sehr zum Spaß der Mücken um uns herum! Ihre Übermacht ist beeindruckend!
Am nächsten Morgen dümpeln wir gelassen in den Tag, haben es nicht eilig. Bis 11 Uhr soll der Schlüssel abgegeben werden. Ich lasse sogar noch eine Waschmaschine laufen.
Wir fahren nur eine gute Stunde und wollen bis Stolpe.
Stolpe, ein klitzekleines Dörfchen, liebevoll angelegte Gärten, Kopfsteinpflasterstraßen und eine Kirche. Kein, nicht mal ein kleiner Tante-Emma-Laden.
In dem kleinen, gemütlichen Hafen betreibt aber der Hafenmeister eine kleine Hütte. Hier gibt es Tschechenbier (0,5 l für 3 €), Bockwurst mit Brot (1,50 €), Steak im Brötchen (3 €) und auch Soljanka und dergleichen. Also Abend und Nahrungsaufnahme gerettet.
Berti schaut später noch zwei Folgen "Neues aus Büttenwarder", während ich schon schlafe.
Unten im Bild das wohl kleinste Kajütboot, dass wir je gesehen haben.
Gegen 08:00 Uhr können wir die bestellten Brötchen beim Hafenmeister abholen. Frühstück und ab unter die Dusche.
Frisch duftend und strahlend sauber (auch Füße von unten und sogar beide) kehre ich zum Boot zurück und es geht wieder auf die ruhige Peene. Bis nach Demmin wollen wir.
Unterwegs lauschige Anleger für Wasserwanderer. Es ist tatsächlich wild-romantisch. Der Name "Amazonas des Nordens" trifft den Nagel auf den Kopf. Nur leider sehen wir keine Biber und keine Otter. Schade.
Unter der BAB 20 hindurch
Ansonsten ist die Tier- und Pflanzenwelt unbeschreiblich schön.
In Loitz legen wir einen unfreiwilligen Zwischestopp ein. Die Hubbrücke öffnet erst in 1,5 Stunden.
Aber da ich seit kurzem eine tolle App auf dem Handy habe, den SupermarktGuide, kann ich Berti direkt zum Edeka schicken und ihm auch gleich noch den Weg beschreiben.
Anschließend geht es weiter.
Vorbei an glücklichen Tieren...
... und traumhafter Flusslandschaft...
... erreichen wir den neuen Hafen von Demmin.
Der Hafen ist schön geworden, aber noch nicht ganz fertig. Toiletten und Duschen findet man noch im Container.
Wir finden aber einen sehr schönen Platz, ganz außen und mit direktem Peeneblick.
Abends wird wieder gecobbelt. Ich weiß gar nicht, was ich mir bei den Mengen immer so denke. Dass wir noch Besuch bekommen???
Naja, müssen wir eben hinterher zwei Verdauer trinken ;-)
Am nächsten Morgen kassiert man von uns 20 €. Ein stolzer Preis, wie wir finden.