Auf der Ostseite der Elbe stehen noch die DDR-Wachtürme.
Eigentlich wollen wir in Boizenburg einen Hafen aufsuchen. Aber nach der unendlichen Idylle der letzten Tage ist uns das doch etwas viel Industrie hier.
Wir fahren also noch ein Stück und ankern über Nacht in der Elbe.
Am nächsten Morgen geht es weiter. Bis nach Lauenburg. Hier geht es dann in den Elbe-Lübeck-Kanal.
Ab jetzt fahren wir quasi im Päckchen. Einige andere Boote sind mit uns in der Schleuse gewesen und da es von hier aus nur in eine Richtung geht, treffen wir uns alle an jeder der kommenden Schleusen wieder. Manchmal fahren wir etwas schneller, um zwischendurch die Hunde laufen zu lassen.
Seilfähre Siebeneichen. Man soll auf das Zugseil achten. Im Fährbetrieb spannt es sich etwa einen Meter über dem Wasserspiegel. Man wartet, bis die Fähre festliegt und das Seil sich auf den Kanalgrund gelegt hat.
Mölln schauen wir uns nur vom Wasser aus an, wir befahren den Möllner See, kehren dann aber zurück in den Elbe-Lübeck-Kanal und erreichen auch bald Lübeck.
Wir steuern genau auf die markante Marienkirche zu.
Wir umfahren die Lachswehrinsel und machen im dortigen Sportboothafen fest. Bei der Einkaufstour stellen wir fest, tatsächlich mitten in Lübeck zu sein.
Aber auch die Fahrt durchs Wasser am nächsten Tag ist beeindruckend.
Deutlich ändert sich ab hier die Art der Boote / Schiffe. Sah man bisher hauptsächlich Binnenschiffe, werden sie nun wesentlich seetauglicher.
In Travemünde tanken wir noch und dann geht es hinaus auf die Ostsee.
Eigentlich sind wir ja "Seefahrer", aber nach so langer Binnenfahrt merken wir, dass wir nachlässig geworden sind. Nichts ist verstaut oder gar festgezurrt...
Und dann kommen sie, die Wellen. Sie sind uns so vertraut, wir haben nur einfach nicht mehr daran gedacht.
Gischt kommt über das Boot, alles fliegt durch die Gegend. Ich halte mich mit einer Hand fest, mit der anderen bugsiere ich die Hunde in die Kajüte, damit sie nicht über Bord gehen :-(
Für das Boot ist schlechtes Wetter kein Problem, nicht umsonst werden diese Boote im Ausland hauptsächlich von der Coastguard gefahren. Sie sind einfach unglaublich seetauglich.
Aber das hilft uns im Moment auch nicht weiter. Enzo als erfahrener Bordhund steckt das gerade noch weg, obwohl er auch nicht mehr glücklich aussieht. Cupper hingegen wechselt seine Gesichtsfarbe gerade in Richtung Grün. Ihm wird schlecht.
In Timmendorf auf der Insel Poel finden wir leider keinen freien Liegeplatz mehr.
Also zurück nach Boltenhagen. Wir sind schon erleichtert, als wir endlich festmachen können.
Während Cupper am nächsten Morgen noch darüber sinniert, ob er wirklich Bootshund werden will, flegelt sich Enzo schon wieder tiefenentspannt auf den Steg. Dass Radfahrer um ihn herum fahren müssen oder andere Bootsmannschaften über ihn drüber steigen, stört ihn nicht im Geringsten.
Natürlich machen wir auch durch Boltenhagen einen Spaziergang. Wir finden hier tatsächlich Softeis mit DDR-Geschmack!
Dann geht es weiter, an Poel vorbei bis zur Halbinsel Wustrow. Hier fahren wir ins Salzhaff. Wir wollen erst einmal in Rerik bleiben, haben eine Einladung zum Reriker Liedersommer.
Abends gehen wir erst in einem Restaurant am Haffplatz essen. Anschließend geht's zum Liedersommer an den Strand.
Nun ist der Urlaub fast vorbei. Aber ein paar Tage haben wir noch. Auto und Trailer müssen aus Rheinsberg geholt werden. Über die restliche Zeit können wir noch frei entscheiden. Zunächst fahren wir weiter nach Kühlungsborn. Wir relaxen einfach, sind am Strand etc.
Unser vorheriges Boot haben wir nach Fehmarn verkauft. Dort läuft es jetzt für die Tauchbasis. Weil uns noch ein wenig Zeit bleibt, wollen wir es besuchen. Wir brechen also auf nach Fehmarn.
Und dann ist es soweit - wir sehen es tatsächlich wieder ;-) Da liegt unser ehemaliges Boot, unsere Hydra I.
Wir können leider nicht ganz hinfahren, hier liegen wohl große Steine und wir kennen uns nicht aus.
Zwei Tage später ist der Urlaub vorbei. Auto und Trailer sind da und das Boot wird aus dem Wasser geholt. Als wir die Luft aus dem Beiboot lassen wirft Cupper sich darauf, als würde er es verhindern wollen. Er scheint traurig zu sein. Doch ein Bootshund?
Wir werden sehen. Gerne berichten wir dann von der Tour in 2015.
Bis dahin seid gegrüßt von
Berti & Angi mit Enzo M. & Cupper
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